Squeeze Page erstellen – leichter geht`s mit mehr als 150 Vorlagen

Definition der Squeeze Page und deren Ziel

Eine Squeeze Page ist eine spezielle Form der Landing Page. Die Squeeze Page verfolgt nur ein einziges Ziel: Der Web-Betreiber will die Kontaktdaten des Besuchers erhalten.

Die Squeeze Page hat die Aufgabe die E-Mail-Liste zu füllen. Die Squeeze Page soll die E-Mail-Adresse des Interessenten generieren.
Die Squeeze Page muss dem Besucher einen Grund geben, damit er seine Kontaktdaten eingibt. Der Besucher erhält oft ein Geschenk mit weiteren Informationen.

Oder der Besucher meldet sich für ein Webinar mit seiner E-Mail-Adresse an. Auch die Teilnahme an einem Gewinnspiel wäre ein Grund die E-Mail-Adresse abzufragen.

Im Email-Marketing kannst Du zur E-Mail-Adresse noch weitere Daten abfragen. Bedenke jedoch, dass mit jeder zusätzlichen Angabe der Aufwand für den Interessenten steigt. Somit steigt der Widerstand und beeinflusst die Konversionsrate (Eintragungsrate).

Welche Daten Du abfragst hängt vom Geschenk und dem nächsten Schritt ab.

Squeeze Page lässt sich in die deutsche Sprache sinngemäß mit „E-Mai-Einsammel-Seite“ übersetzen. (englisch Squeeze, deutsch auspressen).

 

Squeeze Page erstellen

Um eine Squeeze Page zu erstellen, kannst Du im Wesentlichen zwei Möglichkeiten nutzen:

  • „Internetsoftware“ (WordPress, Joomla, Baukastensystem)
  • Software des E-Mail-Software Anbieters

Ich setze hier WordPress und die Vorlagen meines E-Mail-Software Anbieters ein.

Elemente der Squeeze Page

WICHTIG

Weil das einzige Ziel der Squeeze Page das Generieren der Kontaktdaten ist, darf der Besucher durch nichts abgelenkt werden.

Das bedeutet:

  • Keine Menü-Leiste
  • Keine Navigation
  • Kein Header (Banner)
  • Keine Links zu anderen Seiten
  • Keine weiterführenden Informationen

Wenn der Besucher auf einen Navigations-Link oder weiterführenden Link klickt, wird er kaum wieder zur Squeeze Page zurückkommen. Die neuen Informationen scheinen ihm interessanter. Der Besucher vergisst sein Geschenk. Oder er denkt: Das mache ich dann. Und meist kommt etwas dazwischen. Dadurch sinkt die Konversionsrate.

Diese Elemente gehören in eine Squeeze Page:

  • Headline (Überschrift, Schlagzeile)
  • Sub-Headline (Unter-Überschrift, Unter-Schlagzeile)
  • Geschenk mit professionellem Cover
  • Nutzen des Geschenks (Aufzählungen 3 oder 5)
  • Optische Elemente
  • Opt-In Feld (Feld zum Eintragen)
  • Handlungsaufforderung (oft als Call to Action bezeichnet, CTA)
  • Referenzen (optional)
  • Response, Verbreitung in sozialen Netzwerken (optional)

Über 150 Squeeze Page Vorlagen hier ansehen

Squeeze Page Vorlagen

 

Headline (Überschrift, Schlagzeile)

Wenn der Leser auf der Squeeze Page landet, schwirren seine Gedanken noch irgendwo herum. Er denkt NICHT an den Inhalt der Squeeze Page. Du musst seine Gedanken unterbrechen und umlenken. Dazu brauchst Du die Headline.

Die Headline hat die Aufgabe die Aufmerksamkeit und Neugier des Lesers zu wecken. Sie soll den Leser in die Webseite „hineinziehen“. Am besten gelingt es, wenn die Headline die Haupt-Emotionen des Kunden anspricht.

Der Leser fragt sich: Was ist für mich drin. Die Headline muss dies Frage beantworten.

Dein Besucher liest täglich tausende Texte und Schlagzeilen. Die Headline muss herausstechen. Sie muss den Leser emotional fesseln.
Ich schreibe immer mehrere Headlines und teste sie gegeneinander in einem A/B Test.

Welche Headline die wirklich beste Headline ist, entscheiden die Besucher mit Ihrer Eintragungsrate. Manchmal floppen die Headlines. Da hilft es nur weitere Headlines zu testen.

5 Tipps für gute Headlines
  • Aufmerksamkeit und Neugier des Lesers wecken
  • Nur die Zielgruppe ansprechen
  • Ein Ergebnis versprechen
  • Eine geniale Idee vorstellen
  • Den Leser provozieren

Du kannst zur Squeeze Page Headline noch eine Sub-Headline hinzufügen.

Sub-Headline (Unter-Überschrift, Unter-Schlagzeile)

Die Sub-Headline verstärkt die Aussage der Headline. Dein Besucher erhält weiteren Nutzen, Details zum Angebot oder ein zusätzliches Versprechen.

Die Sub-Headline soll den Leser zusätzlich anregen sich das Freebie abzuholen, also seine E-Mail-Adresse einzutragen. Headline und Sub-Headline müssen sich ergänzen und aufeinander abgestimmt werden. Sie bilden eine Einheit.

Geschenk (Köder, Leadmagnet, Freebie) mit professionellem Cover

Die Idee oder Psychologie hinter dem Generieren von E-Mail-Adressen heißt Reziprozitätsregel.

Freebie mit Cover

Geschenk als ebook Cover

Die Regel besagt, dass Menschen sich für ein Geschenk revanchieren wollen. Sie fühlen sich zur Gegenleistung verpflichtet. Und was ist schon das Eintragen der E-Mail-Adresse gegen ein Geschenk, welches hilft das eigene Leben zu verbessern oder ein Problem zu lösen?

Wenn der Webseitenbetreiber fragt: „Wohin soll ich das Geschenk senden?“, dann trifft die Frage auf die Erfahrungen des Besuchers. Er denkt sich „Ich erhalte ein Paket als Geschenk“.

Und Geschenke werden, wie zu Weihnachten und Geburtstag, hübsch eingepackt. Die digitale Verpackung erfolgt in einem professionellen Cover, Bild oder Grafik.

Das Geschenk wird im E-Mail-Marketing auch als Köder, Freebie oder Leadmagnet bezeichnet. Lead lässt sich hier mit „zuleiten“ übersetzen, also die E-Mail-Adresse zuleiten.

Ich finde den Begriff „Freebie“ mit „Werbegeschenk“ übersetzt recht passend. Die englischen Begriffe werden auch im deutschsprachigen E-Mail-Marketing verwendet.

Diese Freebies werden im E-Mail-Marketing eingesetzt

  • eBook
  • Report
  • Audio
  • Video
  • Checkliste
  • Tipps
  • Webinar

Ich bevorzuge als Freebie eine pdf-Datei, weil ich sie am schnellsten erstellen kann. Für hochwertige Produkte oder Coachings und Beratungen eignen sich sehr gut Webinare.

Nutzen des Geschenks Aufzählungen (Bullet Points)

Ich setze hier meist drei oder fünf Nutzen-Vorteile als Aufzählungen ein. Der Leser erhält zusätzliche Nutzen des Inhalts in seinem Geschenk.
Der Interessent soll die Vorteile sofort erkennen.

Das Verbinden von Zahlen, Daten, Fakten mit Neugier erhöht die Chancen des Eintragen seiner E-Mail-Adresse. Ich hebe durch Fettschrift wichtige Informationen nochmal hervor.

Optische Elemente

Der Internet-User erhält täglich hunderte Angebote. Die optischen Elemente unterstreichen die Text-Aussage, beispielsweise durch einen Haken.
Ein Siegel (Qualitätssiegel, Garantiesiegel) schafft zusätzliches Vertrauen. Ein Bild mit einer Person wirkt vertrauensbildend. Ein Pfeil führt den Leser zum Opt-In-Bereich.

Jedes optische Element muss auf das Erscheinungsbild der Squeeze Page abgestimmt werden. Die optischen Elemente dürfen natürlich nicht die Botschaft in den Hintergrund drängen, sondern sollen diese unterstützen.

Opt-In Feld (Feld zum Eintragen)

Der Interessent trägt im Opt-In-Feld seine Daten ein. Je weniger Daten Du abfragst, desto geringer der Widerstand des Eintragens. Beachte, dass die Öffnungsraten bei personalisierten Newslettern steigen.

Ich frage deshalb meist zur E-Mail-Adresse noch den Vornamen des E-Mail-Empfängers ab. So kann ich den Empfänger in den Newslettern persönlich ansprechen.

Welche Daten Du abfragst hängt von der Zielgruppe und der Branche ab. In einem Coaching mit einem Kunden trafen wir die Entscheidung sogar Anrede (männlich, weiblich, divers), Vorname und Nachname zusätzlich abzufragen. Der Grund: Meine Kundin spricht ihre Kunden mit „Sie“ an.

Handlungsaufforderung

Die Handlungsaufforderung wird oft als Call to Action, abgekürzt CTA, bezeichnet. Vielleicht hast Du dich beim Online-Einkaufen oder beim Internet-Surfen schon einmal gefragt: Was soll ich als Nächstes tun? Dein Besucher fragt sich das (unbewusst) auch. Deshalb ist die Handlungsaufforderung so wichtig.

Die Handlungsaufforderung steht auf dem Klick-Button. Ich empfehle nicht „Klicken“ oder „bestellen“ auf den Button zu schreiben. Besser ist den Nutzen auf den Button zu schreiben. Der Interessent erhält zusätzlichen Input, was er anfordert. Es erhöht die Klick-Bestätigung in der ersten E-Mail. Zwischen dem Anfordern des Geschenks und dem Erhalten der ersten E-Mail wird der Interessent wieder abgelenkt.

Mit dem Button-Text, beispielsweise „5 Tipps Schnellstart anfordern“ oder „Jetzt 3 Marketing Fehler vermeiden“ oder „33% Prozent Versicherung sparen“ oder einfach „Gratis Report jetzt anfordern“ triggerst Du den nächsten Schritt des Interessenten. Der Text beugt dem Ablenken vor.

In der ersten E-Mail muss der Interessent seine E-Mail-Adresse bestätigen. Das verlangt das sogenannte Double-Opt-In-Verfahren aus Datenschutz-Gründen.

Text-Varianten für den Call to Action Button

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Verstärke die Dringlichkeit mit den Worten „sofort, jetzt, gleich“. Viele Menschen schieben gern eine Entscheidung auf. Sie fürchten sich vor einer falschen Entscheidung. Du regst mit den Dringlichkeitsworten der Zeit deinen Besucher an, sich sofort zu entscheiden.

Referenzen (optional)

Du kennst sicherlich die Kundenbewertungen in Online Shops mit dem Text „Kunden kauften auch“. Hier steckt ein psychologisches Prinzip dahinter.
Der Verkaufsberater Covett Robert sagt „Da 95 Prozent der Leute Nachmacher sind und nur 5 Prozent Vormacher, lassen sich die Leute mehr durch die Handlungen anderer überzeugen als durch jedes andere Argument.“

Menschen vertrauen Erfahrungen von anderen Menschen, weil wir soziale Wesen sind. Wenn Du deiner Squeeze Page mit Kundenreferenzen verstärkst, kannst Du die Konversionsrate erhöhen. Probiere aus, welche Variante erfolgreicher ist.

Beispiel:

„Ich habe Herrn Tiegel schon an einen Team-Kollegen wärmstens weiter empfohlen.“

Wolfgang Allgäuer – Vortragsredner, Coach, Buchautor
Klaus, Österreich

Response, Verbreitung in sozialen Netzwerken (optional)

Bei einigen Squeeze Pages sehe ich die Social Media Button unter dem Eintragungsformular. Es erleichtert dem Web-Besucher das Teilen in den sozialen Netzwerken.

Zum Teil finde ich zusätzlich noch die Gesichter von Mitgliedern des entsprechenden Netzwerks. Ich tendiere dazu, dass die Gesichter eher ablenken als die Eintragungsrate erhöhen. Hier entscheiden wieder die Zahlen aus den Split-Tests.

Konversionsrate der Squeeze Page erhöhen

Je höher die Konversionsrate einer Squeeze Page, desto schneller wächst die E-Mail-Liste.

Beispiel
Monatliche Besucher: 10.000
Konversionsrate: 10 Prozent = 1.000 E-Mail-Adressen generiert
Konversionsrate: 12 Prozent = 1.200 E-Mail-Adresse generiert

Und die 20 Prozent höhere Konversionsrate bedeutet 20 Prozent mehr Umsatz.  Der Umsatz fällt sogar noch höher aus, wenn Du den Salesfunnel der Profis einsetzt.

Wie Du die Konversionsrate mit einem Split-Test steigerst

Du duplizierst deine Squeeze Page und veränderst die Kopie leicht. So hast Du Squeeze Page A und B. Beide testest Du gegeneinander. Der Split-Test wird auch A/B Test genannt.

Beim A/B Test ist es wichtig, dass immer nur ein Element (beispielsweise die Headline) getestet wird. Wenn Du zwei Elemente änderst, wirst Du nicht erfahren welches Element die höhere Konversionsrate erzielte.

Nimm dir einfach jedes Element nacheinander zum Testen vor. Arbeite die Elemente nacheinander ab.

Technisch stehen dir für den A/B Test zwei Möglichkeiten zur Verfügung

  • Deine Webseite
  • E-Mail-Marketing Software

Nicht jede Software (WordPress Theme) oder E-Mail-Marketing Software erlaubt einen A/B Test. Das Wechseln der E-Mail-Marketing Software erscheint mir einfacher und leichter als das Wechseln eines WordPress Theme.

Beim Wechseln eines WordPress Theme stellte ich noch Monate danach Fehler auf meiner Webseite fest. Das Umsteigen auf meine E-Mail-Marketing Software war dagegen ein Kinderspiel.

Tipp um deine Konversionsrate noch weiter zu erhöhen

Nicht jeder Web-Besucher landet auf der Squeeze Page. Ein Link auf die Squeeze Page in den Web-Text von Content-Seiten passt nicht immer. Um die E-Mail-Liste trotzdem zu füllen eignen sich Anmelde-Boxen.

Ich verwende dazu ein kostenloses WordPress Plugin meiner E-Mail-Marketing-Software. Ich setze Anmeldeformulare als Boxen auf Nicht-Squeeze Pages, also beispielsweise reinen Content-Seiten ein. Diese Boxen erscheinen unaufdringlich auf meiner Webseite.

Der Besucher braucht nicht erst einen Link anklicken, sondern kann sich sofort in das Anmeldeformular eintragen. Das zeitliche Einstellen verhindert, dass der Web-Besucher die Anmeldeboxen nur aller paar Tage. So erscheinen die Anmeldeboxen nicht aufdringlich.

7 Anmeldeboxen für mehr Konversion:

  • Download Box Video ansehen
  • Anmeldebox
  • Shake Box
  • Fixierte Leiste
  • Exit PopUp (Video hier ansehen)
  • Bild Box
  • Scroll Box